CONREN Marktkommentar „Frühjahr 2019“

CONREN Marktkommentar „Frühjahr 2019“
8. April 2019 CONREN Fonds
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Hier finden Sie den CONREN Quartalsreport „Frühjahr 2019“.


Um untenstehende Fragen zur weiteren Börsenaussicht in größerem Detail zu besprechen, laden wir Sie herzlich ein

zur Webkonferenz „CONREN Markteinschätzungen“
mit CONREN-Fondsmanager Patrick Picenoni (Altrafin)
am 9. April 2019
von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr ein,
Sie können sich hier anmelden.



So stark die Korrektur im 4. Quartal 2018 ausgefallen ist, so markant war die Aufwärtsreaktion im 1. Quartal 2019. Die Gründe für diese Erholung sind bekannt…aber wie geht es nun weiter?

  1. Wie weit können Aktienmärkte noch steigen? …oder sehen wir bald wieder fallende Kurse? Wir befinden uns im in der Regel sehr guten Börsenmonat April…und nähern uns gleichzeitig dem „Sell in May and Go Away“ – Stichpunkt…
  2. Welche Sektoren haben die besten Aussichten? Bisher gewinnen wiederum US-Tech Aktien am stärksten. Defensivere Aktien profitieren vom niedrigeren Zinsniveau.
  3. Sind die Markterwartungen in Bezug auf Wirtschafts- und Gewinnwachstum realistisch? Die Q1-Earnings Season beginnt am 12. April – die Gewinnerwartungen sind für den US-Aktienindex S&P 500 um beachtliche 7.3% gefallen. In den USA werden 4–5% Gewinnwachstum in 2019 und über 10% in 2020 erwartet.
  4. Wie lange kann Goldilock (Niedrigstzinsen aufgrund von moderatem Wachstum ohne Inflation) weitergehen? Ist der Weg vom New zum Old Normal für immer verbaut? 2018 hat einmal im 1. Quartal und dann im 2. Halbjahr gezeigt wie verletzlich Volkswirtschaften und Märkte sind …und wie schnell Märkte, auch in ihrer Auffassung bezüglich der Nachhaltigkeit von Goldilocks, drehen können.
  5. Was hat sich seit letztem Jahr geändert? Größte Änderung für den weiteren Ausblick seit letztem Jahr: Märkte sehen nun Notenbanken wieder auf ihrer Seite. Gleichzeitig hat Notenbankpolitik ihre Grenzen und der wirtschaftliche Abschwung (erwartetes Wachstum in 2019: USA 2+%, Europa unter 1%) ist nicht allein mit Brexit, Einmaleffekten (Chinesisches Neujahr, perfekter Sturm in der Automobilindustrie, schwächelnde deutsche Wirtschaft …) oder Handelskrieg zu begründen
Halten wir uns vor Augen: In den USA ist die Arbeitslosigkeit nun 100 Monate lang gesunken!!

Wir nähern uns in einigen Märkten den 2018er Hochs:

Das Wirtschaftswachstum schwächt sich ab. Die deutsche Industrieproduktion befindet sich in einer Rezession.

Der Bondmarkt glaubt nicht an eine nahtlose Rückkehr zum hohen Wirtschaftswachstum; im Gegenteil. Während der ersten 10 Wochen des Jahres blieb es bei einer unverändert sehr flachen Zinskurve. Gegen Ende der 3. Woche im März wurde die Kurve (3 Monate vs. 10 Jahre) in den USA erstmals seit 2007 invers.

Entwicklung der Sektoren des US-Aktienindex S&P 500 (in Landeswährung)

 


Die aktuell zentrale Frage:

Sehen wir einen Bullen- in einem Bärenmarkt (aktuell steigende Kurse, einen Rebound des im 2018 begonnenen Bärenmarkts)

…oder einen Bären- in einem Bullenmarkt (die fallenden Kurse in 2018 im Rahmen des seit März 2009 begonnenen Bullenmarktes …der nun im 1. Quartal 2019 fortgesetzt wurde)


Autor: Patrick Picenoni


Bildnachweis: id-work

 

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