Nutze den Bärenmarkt

Nutze den Bärenmarkt
23. Mai 2016 CONREN Fonds
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Kernpunkte:

  • Märkte bewegen sich in Zyklen – Zyklen verschiedener Märkte laufen aber nicht synchron
  • Bärenmärkte bieten große Chancen
  • Längere Zeiträume gar nicht investiert zu sein, ist leider in aller Regel keine praktikable Lösung
  • Wichtig für die Vermögenssicherung ist: flexibel, ohne starre Referenzgrößen (Benchmarks etc.) investieren zu können

Die letzten Altrafin Marktberichte weisen darauf hin, dass 2016/2017 schwierige Märkte, sowohl für Aktien als auch für Renten, vorhalten könnte. Vor diesem Hintergrund fragen Investoren, ob bzw. wo man in diesem Szenario dann überhaupt noch investieren würde

  • Erlauben Sie bitte ein paar grundlegendere Überlegungen hierzu:
    Märkte bewegen sich in Zyklen – Zyklen verschiedener Märkte laufen aber nicht synchron
    Die Zyklen verschiedener Märkte (z.B. Aktien- und Rentenmärkte) laufen nicht synchron. Korrelationen verschiedener Assetklassen können in Krisenzeiten zwar gegen eins laufen (d.h. alles bewegt sich in dieselbe Richtung), über mittelfristige und langfristige Zeitabschnitte betrachtet ist das aber eher nicht der Fall. Zyklen können dabei mehrere Monate, Jahre und auch Jahrzehnte andauern.
  • Bärenmärkte bieten große Chancen
    Auch oder gerade in Bärenmärkten gibt es immer Möglichkeiten für gute Investments und diese wahrzunehmen ist für einen langfristigen Vermögensausbau wichtig. Turbulente Zeiten bieten aktiven Managern immer Chancen: So bergen z.B. Marktverzerrungen i.d.R. kurz- und mittelfristige Investmentmöglichkeiten und breiter angelegte Kursrückgänge können langfristig betrachtet günstige Einkaufspreise ermöglichen.
  • Längere Zeiträume gar nicht investiert zu sein, ist leider in aller Regel keine Lösung
    Aus Erfahrung ist es sehr schwer, bis unmöglich ein perfektes Timing zu erreichen: zum oder nahe dem Höchstpunkt aus dem renditestärksten Asset aussteigen, um dann wieder zum Tiefpunkt in den dann renditestärksten Vermögenswert einzusteigen. Ein Bärenmarkt funktioniert so nicht. Ein binäres Vorgehen (z.B. Cash auf 100% zu setzten und dann wieder voll zu investieren) ist langfristig unrealistisch und kein Erfolgsmodell.
  • Wichtig für die Vermögenssicherung ist: flexibel, ohne starre Referenz größen (Benchmarks etc.) investieren zu können
    – Benchmark-nahes, passives und automatisiertes Investieren birgt in Bärenmärkten mitunter hohe Risiken
    – Investoren müssen im Denken und Handeln unabhängig und flexibel sein, um Vermögen sichern zu können: auch einmal signifikante Kassenbestände halten oder Investments über Derivate abzusichern, über verschiedene Assetklassen denken und investieren etc.
    – Niemand kennt die Zukunft: weder Prognosemodelle von hochbezahlten Großbankökonomen  noch sonst jemand. Es ist zwar sinnvoll, im Rahmen der Anlagestrategiefindung klare Zukunftsszenarien zu zeichnen. Welches Szenario sich dann genau, in welcher zeitlichen Abfolge und in welcher Heftigkeit entfaltet, ist aber nicht voraussagbar. Der verantwortungsvolle Investor sollte daher nicht einfach auf ein Zukunftsszenario setzen, sondern sein Portfolio für verschiedene Szenarien aufstellen und permanent aktiv anpassen.

“Bull markets are born on pessimism, grow on scepticism, mature on optimism, and usually die on euphoria”

Sir John Templeton

„If something ends, we must think that something begins.“

Rudolf Steiner, Quoted in Jorge Luis Borges Blindness


©GIORGIO VON ARB ZH 2016-3052

Autor: CONREN TEAM